Archive for April, 2010

Wie loyal sollten wir gegenüber Kirche und Papst sein?

Posted on the April 29th, 2010 under Allgemein by

Für die Öffentlichkeit ist es schon manchmal grotesk, wie wir Christen unsere Chefs verteidigen. Die Öffentlichkeit kann den Eindruck bekommen, dass uns die Ehre von Bischöfen bis hin zum Papst wichtiger ist als die Menschen, die durch Missbrauchsfälle unendlich leiden.Als Christen wissen wir, dass die Loyalität Gott gegenüber wichtiger ist als die Loyalität gegenüber Menschen. In Daniel 3 wird die Geschichte von Schadrach, Meschach und Abed-Nego erzählt. Diese drei Männer machen es in Vers 18 deutlich: Du König sollst wissen, dass wir weder dir noch den Götzen dienen, die du geschaffen hast.

Nun wird niemand einen Bischof oder gar den Papst mit Nebukadnedzar vergleichen, aber wenn wir zu entscheiden haben zwischen der Loyalität gegenüber unserem Chef und der Loyalität gegenüber Gott, dann sollten wir uns für Gott entscheiden.

Greencard für ausländische Pfleger

Posted on the April 27th, 2010 under Allgemein by

Seit dem Wochenende ist die Welt in Aufruhr. Der Arbeitgeberverband Pflege hat eine Greencard für 50 000 Ausländer gefordert.

Die Aufregung lohnt kaum, denn diese Forderungen werden jetzt Schlag auf Schlag von allen möglichen Seiten für alle möglichen Berufe kommen. Es fehlt an Putzfrauen, IT-Spezialisten, … Das alles hat mit der auf uns zukommenden demographischen Lücke zu tun. Die jetzt geforderte Greencard ist nur ein erstes Anzeichen für eine Entwicklung, die uns in zehn Jahren in voller Wucht treffen wird.

Was sind die Fakten:
- Seit 1973 ist die Zahl der Sterbefälle in Deutschland höher als die Zahl der Geburten.
- Deutschland ist zwar Zuwanderungsland und typischerweise wandern 80 000 Personen mehr zu als
  dieses Land verlassen. Wenn man jedoch bedenkt, dass 140 000 Menschen mehr sterben als
  geboren werden, dann fehlen uns jedes Jahr 60 000.

Demographie ist die Lehre von der Bevölkerungswissenschaft. Eine wissenschaftliche Disziplin, die in den nächsten Jahren an Bedeutung deutlich zunehmen wird.

Chefs schnüffeln nur selten …

Posted on the April 24th, 2010 under Allgemein,Personal by

Bei meinem Auftritt mit Top-Personalern auf der Messe in Hannover ging es auch um das Thema „Facebook, Twitter und Co.” Einer der Teilnehmer wollte wissen, ob sich Chefs wirklich für peinliche Partyfotos im Internet interessieren.Ich sagte dann, dass das keiner so genau weiß, aber Personaler gelten eher als verschlafen und konservativ. Vermutlich können 2/3 mit dem Internet umgehen und für 1/3 ist es ein Böhmisches Dorf. Der Verkaufsleiter der Anzeigenabteilung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), Peer Schmitz-Kuo, pflichtete mir bei. Das wären auch die Zahlen, die er genannt hätte.

Zuhause angekommen, bekomme ich eine Studie in die Hand, und jetzt weiß ich es besser. Eine Studie mit 800 Personalverantwortlichen aus unterschiedlichen Branchen zeigt, dass die Besorgnis, im Internet erkannt zu werden, übertrieben war. Nur die wenigsten Personalexperten interessieren sich (bisher) für soziale Netzwerke. Die meisten sind, wenn überhaupt, in XING und LinkedIn unterwegs, um sich über potentielle Mitarbeiter zu informieren. Partyfotos und Bikinibilder gibt es dort immerhin nicht.

Bekenntnis eines Unternehmers

Posted on the April 23rd, 2010 under ABC-Thematik by

Dieser Tage schreibt mir ein Unternehmer in dramatischer Offenheit:

„Ich war – so muss ich zu meiner Schande heute zugestehen – definitiv ein C-Unternehmer. Ich habe in den Jahren zwischen 1998 und 2007 viele brillante, zeitgemäße und hervorragende Konzepte und Investmentideen entwickelt, aber habe mich für deren Umsetzung den Nächstbesten, der in meinem Büro aufgekreuzt oder der mir auf einer Veranstaltung begegnet ist, mit großer Überzeugungskunst damit beauftragt, diese Ideen für mich zu verwirklichen. Referenzen? Zielvereinbarungen? Kontrollen? Sanktionen? Konsequentes Personalmanagement? Keine Spur davon, und das Ergebnis kam mit der Finanzmarktkrise, so wie es gerechterweise kommen musste, und mir flog so ziemlich alles um die Ohren, was ich in mühsamer Arbeit über 10 Jahre meinte aufgebaut zu haben.

Ich habe zwischen 2007 und 2009 ernsthaft mit den Konsequenzen dieser Niederlage – die mich fast ruinierte – gerungen und mir oft die Frage gestellt, warum ich mich so fahrlässig und gutgläubig in dieser alles entscheidenden Frage der richtigen Mitarbeiterauswahl und -betreuung gedrückt oder es schlicht und ergreifend ignoriert habe? Ich habe oft in dieser Zeit gezweifelt, ob ich überhaupt das Zeug dazu habe, ein echter Unternehmer zu sein, da ich offensichtlich eine katastrophale Schwäche in der Auswahl und Führung meiner Schlüsselmitarbeiter hatte und es mir gar keinen Spaß gemacht hat, mich dann von selbstgefälligen und fordernden, aber zu keiner unternehmerischen Verantwortung bereiten Kollegen laufend vorführen und beschimpfen zu lassen.”

Nun kenne ich diesen Unternehmer und ich weiß, er hat ein Glänzen in den Augen, und er ist durch und durch Unternehmer. Wir hatten letztes Jahr 40 000 Unternehmenspleiten. Die C-Unternehmer, die Dienst nach Vorschrift machen, die sind mittlerweile tot.

Aber ich weiß, was er sagen will: Wir Unternehmer kommen oft an den Rand unserer Möglichkeiten und da gibt es nur eines: Gott vertrauen, intensiv an der eigenen Persönlichkeit arbeiten und alles dran setzen, die besten Mitarbeiter zu finden, um das Schiff auf Kurs zu halten.