Archive for Januar, 2011

Ein LKW-Fahrer wirbt für sein Produkt

Posted on the Januar 27th, 2011 under ABC-Thematik,Allgemein,Erlebnisse und Impressionen,Interessantes aus aller Welt,Personal,Videos by

Letzte Woche bin ich auf ein amüsantes Filmchen gestoßen. Auch ein einfacher LKW-Fahrer kann als A-Mitarbeiter große Wettbewerbsvorteile erarbeiten. Im Film bringt ein LKW-Fahrer von Pepsi in einer Bar den Kollegen von der Konkurrenz (Coca-Cola) dazu, statt der Cola eine Pepsi zu trinken. Das ganze dokumentiert er mit seinem Handy und stellt es bei YouTube ein, nach dem Motto: Schaut mal, selbst eure Mitarbeiter trinken lieber unsere Produkte. So macht er Marketing für das eigene Unternehmen. Der Fahrer der Konkurrenz und das Unternehmen sind bloßgestellt. Sehen Sie sich das Video selbst an und überzeugen Sie sich, dass jeder Mitarbeiter im Unternehmen von elementarer Bedeutung sein kann.

Hier zum Video

Ein A-Mitarbeiter sucht eine A-Führungskraft

Posted on the Januar 20th, 2011 under ABC-Thematik,Allgemein,Erlebnisse und Impressionen,Personal by

Vor einigen Tagen habe ich mit einem qualifizierten Mitarbeiter gesprochen. Er ist momentan auf der Suche nach einer A-Company. Ich habe ihm einige Hinweise gegeben, die einem verraten, ob es sich um eine A-, B- oder C-Firma handelt:

1. Die Website ist so etwas wie eine Visitenkarte
Wenn dort veraltete Termine stehen, Links nicht funktionieren (unsauber programmiert), dann ist es zumindest keine A- sondern bestenfalls eine B-Company.

2. Das Vorstellungsgespräch
Eine A-Company sucht konsequent und aufwendig nach dem A-Mitarbeiter. Ein Einstellungsgespräch von unter einer Stunde signalisiert: Hier gibt man sich auch mit Zweitklassigkeit zufrieden.
Ihre Einleitung als A-Mitarbeiter könnte sein: Was ich die letzten 10 Jahre durchgemacht habe, will ich nicht noch einmal haben. Ich suche jetzt eine Firma, die werteorientiert ist, mitarbeiterorientiert usw. – einfach eine A-Company.

3. Die schriftlichen Unterlagen dieser Firma mal unter die Lupe nehmen
- Wird dort Kundenorientierung gelebt?
- Wird dort Mitarbeiterorientierung gelebt?
- Gibt es ein Leitbild?
- Gibt es Aussagen zum Thema Werteverständnis usw.?
- Wird das Miteinander unter den Mitarbeitern bewusst gepflegt durch
  gemeinsame Veranstaltungen, Ausflüge, …
- Welche Rolle spielt Weiterbildung? A-Companies zeichnen sich dadurch aus,
  dass sie deutlich mehr Weiterbildung betreiben als andere Firmen.
- Gibt es schriftliche Zielvereinbarungen? A-Companies haben messbare und
  machbare Ziele.

4. Die Chance nutzen und Fragen stellen
Im Bewerbungsgespräch ist immer auch Platz für Ihre Fragen. Je besser Sie vorbereitet sind und diese Chance nutzen, je mehr wird Ihnen der A-Status der Firma auffallen.

Anonyme Bewerbung

Posted on the Januar 13th, 2011 under ABC-Thematik,Allgemein,Interessantes aus aller Welt,Personal by

Anonyme Bewerbungen – ein Top-aktuelles Thema! Darüber wird heiß diskutiert und eine Gesetzesvorlage dazu ist sehr umstritten. Was denken andere Unternehmer?

Patrick Adenauer, Präsident des Verbandes DIE FAMILIENUNTERNEHMER: „Anonyme Bewerbungen öffnen der Manipulation von Bewerbungsunterlagen Tür und Tor: Wenn man Geschlecht, Alter oder Herkunft entfernt, muss man auch Zeugnisse schwärzen, Lebensläufe kürzen und auch persönliche Interessen streichen. Individualität und Kreativität würden so durch standardisierte Formblätter ersetzt. Wir Unternehmer suchen aber Persönlichkeiten und keine Maschinen.“

Achim Dercks, DIHK-Vize: „Bereits die schriftliche Bewerbung muss zentrale Informationen enthalten, denn die Unternehmen können nicht alle Bewerber zum Gespräch einladen.“

Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, die das freiwillige Projekt angestoßen hat: „Studien und Beratungsfälle belegen, dass bei Migranten, Müttern und über 50-jährigen Bewerbern eher aussortiert wird. Das wollen wir verhindern.”

Nach der Meinung von Familienministerin Kristina Schröder, soll die anonyme Bewerbung in ganz Deutschland angewandt werden. Im Familienministerium wird diese Bewerbungsmethode zurzeit erprobt. Der Bewerbung kann nicht mehr entnommen werden, welches Geschlecht und Alter der Bewerber hat. Auch der Familienstand, die Religion, die Nationalität, das Aussehen und mögliche Behinderungen bleiben verborgen. Erst beim Vorstellungsgespräch kommt dann die ganze Wahrheit auf den Tisch.

Verbreitung der anonymen Bewerbung

Die Amerikaner nutzen diese Methode seit den 60er-Jahren. In Frankreich testen es 50 Unternehmen. In Deutschland erproben diese Form der Bewerbung neben dem Familienministerium die Firmen Telekom, L’Oréal und Procter & Gamble.

Auswirkungen für Sie als Unternehmen

Bislang hat dies für Ihr Recruiting noch keine Auswirkungen. Im Laufe 2011 kann es jedoch sein, dass Sie mit einer Gesetzesvorlage rechnen müssen, wenn die Tests im Familienministerium erfolgreich sind.

Wie schätzen Sie die Situation ein?

Love it, change it or leave it

Posted on the Januar 6th, 2011 under ABC-Thematik,Allgemein,Erlebnisse und Impressionen,Personal by

Üblicherweise halten Top-Unternehmen nach Top-Führungskräften Ausschau. Offensichtlich gibt es aber auch Ausnahmen. Ein Leser meines Buches „Die Personalfalle“ schrieb mir folgendes: „Ich verstehe mich als A-Mitarbeiter und habe mit Begeisterung Ihr neues Buch ‚Die Personalfalle’ gelesen. Mein Chef hält von der Spreizung in A, B und C sehr wenig und sucht deshalb auch nicht gezielt nach A-Mitarbeitern. Wie kann ich meinen Chef von diesem Konzept und natürlich auch von meiner Qualität überzeugen?“ Diese Frage hat mich beeindruckt – ein Mitarbeiter versucht seinen Vorgesetzten die dramatische Spreizung um A-, B- und C-Mitarbeiter zu erklären.

Ich habe ihm folgendes geantwortet: Reden Sie einfach mal mit Ihrem Chef. Falls Sie dies schon getan haben, versuchen Sie es noch ein zweites Mal. Es gilt der Grundsatz: „Love it, change it or leave it.” Wenn es Ihnen nicht gelingt, die Situation zu akzeptieren (love it) oder die Situation zu verändern (change it), dann ist es so weit: leave it. A-Mitarbeiter zieht es dorthin, wo andere A-Mitarbeiter sind. Diese Mitarbeiter wollen gewinnen, sie wollen bestimmte Werte leben und auch eine bestimmte Führungskultur haben. Es gibt Firmen mit A-Kultur und es werden täglich mehr. Was würden Sie A-Mitarbeiter raten?