Archive for the ‘Erlebnisse und Impressionen’ Category
Bürokratie gibt es offensichtlich auch in kleinen mittelständischen Unternehmen. Die Geschichte ist schnell erzählt: Es geht um die Beantragung eines kleinen Messestandes bei einem nationalen Kongress, wofür natürlich ein ordentliches Formular ausgefüllt werden muss. Es gibt ein Faxformular und ein Internetformular. Das Spannende daran: Der Fragenkatalog im Internet ist deutlich umfangreicher, dafür sind die Teilnahmebedingungen dort eindeutig einfacher. Das wirklich Spannende passiert mit der Position „Parkausweise”: Wir haben zwei Parkausweise für insgesamt 48 Euro auf der Bestellliste angekreuzt. Am Freitag kommt der Anruf der Messeorganisation, dass die Parkausweise zwar auf ihrer Bestellliste sind, jedoch die Messeverwaltung dafür zuständig sei. Warum ist dann der Parkausweis Bestandteil des Bestellformulars?
Bei der Messeverwaltung ist natürlich zu diesem Zeitpunkt niemand mehr erreichbar. Am Montag dann bekomme ich einen Vorgesetzten ans Telefon, der ausgesprochen freundlich ist, der aber sagt, dass die Sachbearbeiterin nicht da sei. Ich biete an, dass ich 50 Euro in einen Umschlag stecke, wenn er dann zwei Parkausweise per Post an mich schickt, dann ist alles okay. Das fand er lustig, das ginge aber so natürlich nicht. Am einfachsten, man fährt morgens aufs Gelände und kauft dann einen Ausweis. Ob denn morgens um 7:00 Uhr schon jemand da sei? Das wisse er auch nicht so genau.
Ein erneuter Versuch dann am Montagnachmittag: Die zuständige Sachbearbeiterin Frau H. ist in einer Sitzung, die Kollegin will es ihr ausrichten.
Dienstagvormittag ist Frau H. noch nicht da, aber sie würde bald kommen.
Dienstag um die Mittagszeit ist Frau H. wieder in einer Sitzung. Die Kollegin will ihr aber eine Nachricht hinterlassen.
Na ja, noch habe ich einen Tag Zeit. Ab und zu fragt mich mein Kollege, ob ich als Geschäftsführer etwas tun würde, um den Wert der Firma zu steigern. Meine Antwort: Ja, ich besorge zwei Parkausweise für unseren Messe-Infotisch.
Stopp: Soeben klingelt das Telefon. Frau H. von der Messeverwaltung ist am Apparat und sagt: Mit ihr habe das nichts zu tun. Verantwortlich sei ausschließlich die Firma, bei der wir den Messestand beantragt und das Bestellformular ausgefüllt haben. Na ja, damit sind wir jetzt wieder ganz am Anfang und wahrscheinlich kriegen wir den Tipp, jetzt Frau H. anzurufen …
„Mittelmaß gewinnt nie. Es hat nie gewonnen, und es wird nie gewinnen.”
(Hermann Scherer)
Falls Sie es noch nicht bemerkt haben: Deutschland versinkt im Mittelmaß! Mittelmäßige Unternehmen liefern mittelmäßige Produkte und Dienstleistungen und landen im weltweiten Wettbewerb immer weiter hinten/unten. Das führt konsequenterweise zu dem Hilferuf der wenigen A-Mitarbeiter: „Ich bin ein A, holt mich hier raus!” Dieser Ruf findet mehr und mehr Gehör.
Brain Drain
„Brain Drain” nennt man auf Neu-Deutsch den wortwörtlichen Abfluss an Know-how aus einer Volkswirtschaft. Die talentiertesten High Potentials verlassen zunehmend unser mittelmäßiges Land und suchen ihr Glück beispielsweise in den USA, in Neuseeland, China, Dubai, Kanada, Schweiz usw. In den allermeisten Fällen werden sie dort auch fündig und kehren danach selten wieder zurück. Um dem entgegenzuwirken, könnte man nun seinerseits Fachkräfte aus anderen Ländern zu uns nach Deutschland holen („Brain Gain”). Die jüngste Vergangenheit hat aber gezeigt, dass es Deutschland nicht gelingt, beispielsweise junge Ingenieure oder Informatiker aus Indien hierher zu locken. Wie kommt es aber, dass Deutschland als Standort offensichtlich nicht (mehr) attraktiv genug ist?
In Deutschland werden „Underperformers” geschützt
Ein Grund ist sicherlich, dass „Underperformers” in Deutschland regelrecht geschützt und kultiviert werden. Die Begegnung mit einem Taxifahrer, den ich vor einigen Wochen bei meinem letzten Aufenthalt in Dubai traf, soll dies veranschaulichen: Er fragte mich, ob ich aus Deutschland kommen würde. Ich sagte: „Ja”, woraufhin er mir erzählte, dass er „ziemlich viel” über Deutschland wüsste. „Deutschland …”, sagte er, „… ist doch das Land, in dem man nicht arbeiten muss, und trotzdem ein gutes Leben führen kann!” In dieser Situation habe ich mich für mein Land geschämt und musste dem Taxifahrer Recht geben.
Roland Tichy, Chefredakteur der Wirtschaftswoche, sagte kürzlich: „Aus dem weltweiten Wettbewerb um die klügsten Köpfe und tüchtigsten Unternehmer haben wir uns durch eine bornierte Ausländerpolitik verabschiedet, die de facto allenfalls den Zuzug ins Sozialamt erlaubt und die Tüchtigen vergrault.”
Fazit
Vor kurzem konfrontierte mich ein Unternehmer aus Tübingen (einer süddeutschen Stadt) mit folgender Aussage: „Ich brauche gar keine A-Mitarbeiter! Mir reicht es vollkommen, wenn meine Mitarbeiter pünktlich kommen und pünktlich gehen!”
Bei dieser Aussage stellen sich mir die Nackenhaare auf! Hier gibt man sich mit Mittelmaß zufrieden. Das muss langfristig in den Ruin führen! Von daher meine Bitte an Sie: Bekämpfen Sie die tolerierte Mittelmäßigkeit in Ihrem Unternehmen!
Diejenigen, die mich kennen, die wissen, wo ich um diese Jahreszeit zu finden bin. 20 Jahre habe ich nach dem idealen Vacation-Spot gesucht und ich habe ihn gefunden. Longboat Key in Sarasota, Florida. Nirgendwo ist der Sand schöner, der Strand menschenleerer, das Wasser wärmer und die Sonnenuntergänge sind einfach legendär. Hier am Strand zu sitzen und über wichtige Fragen des Lebens nachzudenken, kommt beinahe automatisch. “Visionizing” nennen das die Amerikaner, wenn sie sich Gedanken über eine gute Zukunft machen.
Ich lade Sie ein: Machen Sie es wie ich: Nehmen Sie Ihren Masterplan, trinken Sie ein Gläschen Rotwein, gehen Sie in die Stille und hören Sie in sich hinein und auf das, was Gott Ihnen sagt.

In meiner Weihnachtsvorlesung geht es auch um das Thema „persönliche und unternehmerische Planung”. Die meisten der Studenten können damit allerdings nicht sehr viel anfangen. Getreu dem Motto: „Der Weg ist das Ziel!” wollen sie jetzt einfach mal das Studium hinter sich bringen, und dann wird man schon weiter sehen. Ganz anders einer der anwesenden Erstsemester. Er kann seine Ziele klar benennen. Sein Haus am Redondo-Beach in Los Angeles, seine zwei Sportwagen usw. hat er auf einem großen Poster an der Wand seiner Studentenbude. Bevor er abends einschläft, schaut er sich dieses Bild noch einmal an, und wenn er morgens aufwacht, dann hat er dieses Bild als erstes im Blick. Wie zum Beweis nimmt er sein Apple iphone aus der Tasche, schaltet es an, und auf dem Startbild erscheint eine amerikanische Greencard, seine Eintrittskarte.
Um diese Eintrittskarte kämpft er derzeit.In der Pause spricht er mich an: Seine einzige Sorge: Was ist, wenn ich 49 Jahre alt bin und das alles erreicht habe? Wir reden auch darüber, dass diese tollen materiellen Ziele ihm irgendwie keine letzte Befriedigung schaffen. Und wir reden auch darüber, dass dieses Loch in seiner Seele nicht mit materiellen Gütern zu füllen ist. Gott, der jedem von uns das Leben schenkt, hat nicht nur eine Sehnsucht nach Villen und schnellen Autos in uns hineingelegt – und plötzlich reden wir über Weihnachten und was es heißt, Gott in sein Leben einzuladen. Es gibt letzte Fragen, die nicht mit Euros zu beantworten sind, dazu braucht es sinnstiftende Antworten. Die sind in der Bibel und bei Jesus Christus zu finden.
Trotz allem ist diese Zielorientierung beeindruckend. Viele global bekannte Persönlichkeiten haben in jungen Jahren ihre Ziele geklärt. Ob Margret Thatcher oder Helmut Kohl, sie wussten alle als Jugendliche schon, dass sie eines Tages ein Land regieren. Vor einigen Wochen wurde Dr. Kristina Köhler als Bundesfamilienministerin vereidigt. Zufall? Nicht wirklich! Mit 14 Jahren ist sie in die Partei eingetreten. Warum gerade mit 14? Nun, weil man eben nicht früher eintreten kann. Wenige Tage danach fand die erste Sitzung ihres Ortsverbandes statt. Es ging um anspruchsvolle, fachliche Fragen, denen sie nicht folgen konnte. Sie hat die Zeit genutzt, die Namen aller diensttuenden Minister in Bonn auswendig zu lernen und hat am Ende der Versammlung darum gebeten, auswendig aufsagen zu dürfen.
Jetzt – 18 Jahre später – ist sie die jüngste Ministerin in Deutschland. Natürlich gibt es Hunderte, die in den Startlöchern sitzen und gerne Bundesminister wären. Wenn jemand mit 14 Jahren klar weiß, dass er Berufspolitiker werden will, dann ist dies beeindruckend. Wenn er dann noch das richtige Networking betreibt und seit Jahren mit Bundeskanzlerin Angela Merkel Kontakt hält, dann sind das richtige Meilensteine auf so einem Weg.
Vor einigen Tagen war ich mit einer Runde mittelständischer Unternehmer zusammen. Ich habe jeden einzelnen gefragt: Wie klar hast du deine Ziele für 2010? Die meisten antworteten: 60-80 Prozent. Reicht das? Ich meine nicht!
Letztes Jahr an Heilig Abend habe ich ein Mail an unsere Kunden verschickt. Ich sagte: „Wenn Sie nicht wissen, was Weihnachten ist und keine Bibel haben, um in Lukas 2, 1-20 die Weihnachtsgeschichte nachzulesen, dann schicke ich Ihnen eine.” Innerhalb weniger Stunden waren Bestellungen für 1.400 Bibeln eingegangen.
Dieses Jahr gebe ich wenigstens einen Link, wo Sie die Weihnachtsgeschichte finden, nämlich hier: http://www.bibleserver.com/index.php (Im Feld “Bibelstelle” bitte den Suchbegriff “Lukas 2″ eingeben).
Weihnachten ist für mich deshalb ein wichtiges Fest, weil wir die Geburt von Jesus Christus feiern. Weihnachten gibt uns die Chance, uns auf die Grundlage unseres Lebens zu besinnen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Weihnachtsfest im Frieden Gottes und ein bewahrtes, gesegnetes Jahr 2010!
Gestern Abend war es wieder so weit: Die 20 wichtigsten Unternehmer der Region kamen zusammen. Das Motto: Austausch und gegenseitig voneinander lernen. So z. B. haben wir gestern Abend erfahren, warum Kurzarbeit nicht immer die Lösung ist. Wenn aber schon Kurzarbeit, welche Möglichkeiten gibt es dann, diese optimal zu nutzen? Ein Teilnehmer konnte dieses Jahr nur deshalb erfolgreich abschließen, weil er innerhalb dieses Unternehmerkreises Anfang des Jahres einen großen Kunden gewonnen hatte. Der anwesende Oberbürgermeister hat nebenher gleich seine Hochrechnung für die Gewerbesteuereinnahmen für 2010 gemacht, und der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt konnte aufzeigen, wo im Moment preiswerte Lagerflächen zur Verfügung stehen.Zum Hintergrund: Vor etwa 10 Jahren habe ich zusammen mit dem Bürgermeister diesen Unternehmerkreis gegründet. Heute sind diese Treffen aus unserer Kleinstadt Giengen (20.000 Einwohner) nicht mehr wegzudenken. Die Treffen sind zweimal im Jahr, finden reihum statt und sind jedes Mal sehr spannend.
Was tun, wenn Ihr Bürgermeister nicht mitmacht? Dann lade ich Sie herzlich in meinen Sprinter-Club ein. Sprinter-Club heißt: 10 Unternehmer treffen sich viermal im Jahr für jeweils eineinhalb Tage und lösen gegenseitig ihre Probleme. In anderen Worten: Sie arbeiten gemeinsam an ihrer unternehmerischen Fitness. (www.sprinter-club.de)
Mit meinem Kollegen bin ich in Düsseldorf, und weil wir für unseren Termin noch etwas Zeit haben, sitzen wir im „Pizza Hut“ im Düsseldorfer Hauptbahnhof zwischen Gleis 10 und 11. Da staunten wir nicht schlecht: Der junge Herr, der uns bediente, war die Freundlichkeit selbst. Die Speisekarte hat er uns auf der richtigen Seite aufgeschlagen, er hat Empfehlungen ausgesprochen, er reagierte auf Blickkontakt. Freundlich, fröhlich, hilfsbereit …
Und jetzt kommt der Höhepunkt: Da der junge Mann sieht, dass wir unsere Unterlagen ausgebreitet haben, um uns auf unseren Termin vorzubereiten, sagt er: „Sie sind zwar nur zu zweit, aber möglicherweise hätten Sie gerne etwas mehr Platz. Dann räume ich doch schon mal ab und ich schiebe Ihnen noch einen zweiten Tisch dazu.“
Vorher waren wir nur erstaunt, jetzt sind wir sprachlos. Ein blitzeblank sauberes Lokal, in dem die Mitarbeiter mit einem Lächeln unterwegs sind. Wow! Es gibt sie noch, die A-Mitarbeiter, und das in genau der Stadt, in der damals das Buch „Servicewüste Deutschland“ erschienen ist.
Dieser Tage war ich zu Gast bei Bruder „Paulus“ Terwitte. Bruder Paulus ist ein Kapuzinerpater, der mit einer leibhaftigen Mönchskutte herumläuft und bei N24 die Sendung „Ethik – um Gottes willen“ moderiert. Eine knappe halbe Stunde haben wir darüber gesprochen, wie sich Werte in dieser Gesellschaft verändern. Früher war ein Handschlag alles, was notwendig war, um einen Vertrag zu besiegeln. Heute braucht es dicke Vertragswerke, und trotzdem heißt das noch lange nicht, dass wir Übereinstimmung erzielt haben. Stephen Covey nennt das eine Vertrauensdividende, die man immer dann kassiert, wenn sich Partner „vertrauen“ und sich nicht gegenseitig kontrollieren müssen. Er nennt dies eine „Vertrauenssteuer“, wenn man Werteorientierung nicht lebt und deswegen Kontrollmechanismen einbauen muss.
Vor gut einem Jahr hat die Krise begonnen. Aus einer Immobilienkrise wurde eine Bankenkrise. Daraus wurde eine Finanzkrise und letztlich eine Wirtschaftskrise. Wenn wir die Verschuldung nicht in den Griff bekommen, wird daraus eine Währungskrise (Schon 2x ist in diesem Land die Währung verfallen und wer sagt, dass das nicht ein drittes Mal passiert?) und irgendwann könnte daraus auch eine Staatskrise werden. Einige Länder in Europa sind ja bereits so gut wie bankrott (z. B. Irland, Island, Spanien usw.)
Zuerst verlieren wir unsere Werte, dann verlieren wir unseren Wohlstand, und dieser Prozess ist im Moment in vollem Gang.
Heute Nacht war es soweit: Ich habe mein Buchmanuskript „Die Personalfalle” abgegeben. Das Buch wird im Frühjahr beim renommierten Campus-Verlag erscheinen. Es ist mein persönlichstes Buch, das ich geschrieben habe. Es ist ein Buch, das nicht nur vordergründige Fragen beantwortet, sondern grundsätzliche Themen aufgreift:
Wieso kommt es, dass 160.000 gut ausgebildete Leute jedes Jahr Deutschland verlassen und dafür einige hunderttausend Menschen einwandern, die zu einem großen Teil Hartz-IV-Empfänger sind?
Wieso kommt es, dass wir trotz hoher Arbeitslosigkeit einen Fachkräftemangel haben?
Wieso kommt es, dass wir trotz hoher Arbeitslosigkeit für gute Mitarbeiter immer mehr Geld ausgeben? Dass diese Talente schon beinahe bezahlt werden wie im Sport?
Die Krise bleibt uns auch noch in Jahr 2010 erhalten. Insofern hoffe ich, einer interessierten Öffentlichkeit etwas zu den Hintergründen sagen zu können.
Vor einiger Zeit habe ich mir einen Traum erfüllt: Ich wollte schon immer mal die drei besten Hotels der Welt besuchen! Vor zwei Jahren hatte ich schon mal versucht, doch das Mittagsessen war für zwei Jahre ausgebucht, die Tea Time für drei Wochen! Dieses Jahr habe ich diese Hotels besuchen können. Selbst die Schrauben sind vergoldet! Und wie steht es um den Service? Wie arbeiten die Mitarbeiter dort? Ich habe erstaunliche Dinge erlebt!
Schauen Sie selbst: Knoblauchs Welt entdecken: Die drei besten Hotels der Welt