Letzte Woche hatte ich die Chance, mit Top-Personalern, so zum Beispiel dem Personalchef von Airbus Industries, auf einem Forum der Hannover Messe zu diskutieren.Sehr schnell kam die Diskussion auf das Thema „Schulnoten”. Einer sagte: „Schulnoten sind sekundär.” Ein anderer sagte, sie sind tertiär und ein dritter sagte, sie sind völlig unnötig.
Wir waren uns alle einig: Es ist das Glänzen in den Augen eines Menschen, auf das es ankommt. Hat dieser junge Mensch irgendwo Verantwortung übernommen? Hat er bewiesen, dass jemand auf sein Kommando hört, dann ist dies ein wichtiges Einstellungskriterium.
Wie sagte kürzlich ein Besucher in meinem Büro: „Noch 10 bis 20 Jahre mit dieser Bildungspolitik, die wir heute haben, dann werden wir froh sein, wenn wir T-Shirts für die Chinesen produzieren dürfen.”
Ein Trainerkollege hat sich auf die Schulung von Hartz-IV-Empfängern spezialisiert. Er schult an 220 Tagen im Jahr. Er ist ein Mann mit extrem viel Energie und gibt alles. Das Ziel ist die Wiedereingliederung in einen normalen Job.
Was vermuten Sie, bei wie viel Prozent gelingt es, die Wiedereingliederung zu schaffen? Ich beobachte diese wertvolle Arbeit aus der Entfernung und muss sagen, mein Kollege macht wirklich eine hervorragende Arbeit, besser als ich das je könnte. Er widmet sich jedem Einzelnen, er findet für jeden ein anerkennendes Wort, er kann Menschen aufbauen und zu echter Größe führen.
Nun, die Bilanz ist mehr als bescheiden. Wir reden von 10 Prozent die wieder vermittelbar sind. Was ist mit den anderen 90 Prozent? Nun, die brauchen eine Therapie, falls überhaupt noch etwas hilft.
Diese Geschichte zeigt: Nicht nur wir Unternehmer tun uns schwer, sondern auch die Spezialisten.
Gestern Abend war es wieder so weit: Die 20 wichtigsten Unternehmer der Region kamen zusammen. Das Motto: Austausch und gegenseitig voneinander lernen. So z. B. haben wir gestern Abend erfahren, warum Kurzarbeit nicht immer die Lösung ist. Wenn aber schon Kurzarbeit, welche Möglichkeiten gibt es dann, diese optimal zu nutzen? Ein Teilnehmer konnte dieses Jahr nur deshalb erfolgreich abschließen, weil er innerhalb dieses Unternehmerkreises Anfang des Jahres einen großen Kunden gewonnen hatte. Der anwesende Oberbürgermeister hat nebenher gleich seine Hochrechnung für die Gewerbesteuereinnahmen für 2010 gemacht, und der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt konnte aufzeigen, wo im Moment preiswerte Lagerflächen zur Verfügung stehen.Zum Hintergrund: Vor etwa 10 Jahren habe ich zusammen mit dem Bürgermeister diesen Unternehmerkreis gegründet. Heute sind diese Treffen aus unserer Kleinstadt Giengen (20.000 Einwohner) nicht mehr wegzudenken. Die Treffen sind zweimal im Jahr, finden reihum statt und sind jedes Mal sehr spannend.
Was tun, wenn Ihr Bürgermeister nicht mitmacht? Dann lade ich Sie herzlich in meinen Sprinter-Club ein. Sprinter-Club heißt: 10 Unternehmer treffen sich viermal im Jahr für jeweils eineinhalb Tage und lösen gegenseitig ihre Probleme. In anderen Worten: Sie arbeiten gemeinsam an ihrer unternehmerischen Fitness. (www.sprinter-club.de)
„I´m convinced that 90 % of failures in life are character failures, not ability failures.“ (Stephen Covey)
Noch vor einigen Jahren vertrat ich bei dem Thema „Personalauswahl“ mehr oder weniger folgende Meinung: „Es genügt vollkommen, wenn ein Mitarbeiter zwei Hände hat und einigermaßen geradeaus laufen kann!“
Durch mehrere einschneidende Erfahrungen im betrieblichen Alltag meiner Unternehmensgruppe hat sich meine Einstellung zu diesem Thema jedoch dramatisch gewandelt. Es gibt dazu Geschichten ohne Ende, die jeden Tag um weitere Geschichten ergänzt werden. Mittlerweile unterscheide ich zwischen A-, B- und C-Mitarbeitern und weiß, dass A-Mitarbeiter die Firma voranbringen, während B- und C-Mitarbeiter das Unternehmen langfristig in den Ruin führen.
Wie unterscheidet man A-, B- und C-Mitarbeiter?
Immer wieder wird mir die Frage gestellt, wie man denn den A-Mitarbeiter erkennen kann, wenn er so wichtig für den Unternehmenserfolg ist. Im Kern ist es ganz einfach: „Der A zieht den Karren; der B läuft nebenher; der C sitzt oben drauf und lässt sich ziehen!“ Diesen Satz zitiere ich auf jedem meiner Seminare und in jedem meiner Vorträge, einfach weil er wunderbar anschaulich und einprägsam ist.
Um Ihnen die Möglichkeit zu bieten, differenzierter zwischen A-, B- und C-Mitarbeitern zu unterscheiden, können Sie sich gerne von unserer Homepage www.tempus.de eine kostenlose Übersicht herunterladen.
Was ist schlimmer: „nicht können“ oder „nicht wollen“?
Eine der entscheidenden Fragen, die Sie sich im Umgang mit leistungsschwachen Mitarbeitern stellen sollten ist, ob der Mitarbeiter nicht mehr leisten kann oder ob er nicht mehr leisten will! Schon Aristoteles sagte: „Das Geheimnis des Könnens liegt im Wollen!“ Im Volksmund heißt es treffend: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg!“
Fazit
Nehmen Sie nicht jeden, der zwei Hände hat! Seien Sie wesentlich anspruchsvoller bei der Auswahl Ihrer Mitarbeiter! In einem späteren Blog-Beitrag werde ich Ihnen den 9-stufigen Einstellungsprozess zeigen.