Posts Tagged ‘ABC-Personal’

Love it, change it or leave it

Posted on the Januar 6th, 2011 under ABC-Thematik,Allgemein,Erlebnisse und Impressionen,Personal by

Üblicherweise halten Top-Unternehmen nach Top-Führungskräften Ausschau. Offensichtlich gibt es aber auch Ausnahmen. Ein Leser meines Buches „Die Personalfalle“ schrieb mir folgendes: „Ich verstehe mich als A-Mitarbeiter und habe mit Begeisterung Ihr neues Buch ‚Die Personalfalle’ gelesen. Mein Chef hält von der Spreizung in A, B und C sehr wenig und sucht deshalb auch nicht gezielt nach A-Mitarbeitern. Wie kann ich meinen Chef von diesem Konzept und natürlich auch von meiner Qualität überzeugen?“ Diese Frage hat mich beeindruckt – ein Mitarbeiter versucht seinen Vorgesetzten die dramatische Spreizung um A-, B- und C-Mitarbeiter zu erklären.

Ich habe ihm folgendes geantwortet: Reden Sie einfach mal mit Ihrem Chef. Falls Sie dies schon getan haben, versuchen Sie es noch ein zweites Mal. Es gilt der Grundsatz: „Love it, change it or leave it.” Wenn es Ihnen nicht gelingt, die Situation zu akzeptieren (love it) oder die Situation zu verändern (change it), dann ist es so weit: leave it. A-Mitarbeiter zieht es dorthin, wo andere A-Mitarbeiter sind. Diese Mitarbeiter wollen gewinnen, sie wollen bestimmte Werte leben und auch eine bestimmte Führungskultur haben. Es gibt Firmen mit A-Kultur und es werden täglich mehr. Was würden Sie A-Mitarbeiter raten?

Wer Mitarbeiter in A, B und C einteilt, muss krank sein!

Posted on the Dezember 16th, 2010 under ABC-Thematik,Personal by

Der kritische Kommentar eines Lesers: „In der Materialwirtschaft und Lagerhaltung gibt es A-, B- und C-Teile. Diese Systematik nun auf Mitarbeiter zu übertragen ist doch nun reichlich gewagt. Welche Kultur prägt wohl ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter so klassifiziert? Möchte ich in einem solchen Unternehmen arbeiten? Meine Antwort lautet: Nein!”

Ich gebe gerne zu, dass Sie von einem christlichen Unternehmer etwas anderes erwartet haben. Interessanterweise gibt es selbst in der Bibel Rückendeckung für harte Personalentscheidungen. Denken Sie nur an das Beispiel vom Feigenbaum (Lukas 13,6-9). Ein Feigenbaum hatte über mehrere Jahre keine Frucht getragen, daraufhin fordert Jesus, der Eigentümer, von seinem Gärtner, ziemlich unbarmherzig: Hau ihn ab!Der Gärtner bittet um 1 Jahr Karenzfrist und Gnade.

Wir können uns aber gerne auch einmal in die Situation eines Mitarbeiters hineinversetzen, wie der ABC findet. Nehmen wir einmal an, wir haben einen motivierten Mitarbeiter, der sein Unternehmen liebt und jeden Tag alles dafür gibt, dass seine Arbeit erfolgreich ist. In seinem Team allerdings sind nur Minderleister (C-Mitarbeiter), deren Fehler er ständig ausbügeln muss. Beim Kunden muss er Fehler seiner Kollegen entschuldigen. Der gerade so mühsam gewonnene Großauftrag wird im letzten Moment doch nicht gewonnen, weil der Minderleister-Kollege mal wieder den gleichen Fehler zum 100ten Mal gemacht hat.

Möchten Sie in einem solchen Unternehmen arbeiten? Nein, Sie werden die C-Mitarbeiter- Kultur verlassen wollen und sich ein Unternehmen suchen, in dem eine A-Mitarbeiter-Kultur vorhanden ist. Das ist ähnlich wie im Sport, wo Sie lieber in einer Mannschaft mitspielen, die Tore schießt und auf dem Siegerpodest steht.

Übrigens, zu dieser Thematik habe ich im Buch „Die Personalfalle” ein interessantes Beispiel aus der Praxis, wie ein Mittelständler seinen letzten A-Mitarbeiter an die Konkurrenz verliert.

ABC passiert jeden Tag!

Posted on the Juli 2nd, 2010 under ABC-Thematik by

Die letzten Tage waren mein Kollege und ich in Deutschland unterwegs und haben Seminare zum Thema „ABC-Personal” durchgeführt. Deswegen sind wir auch mit dem Blogschreiben ins Hintertreffen geraten. ;-) In jedem der Seminarhotels hatten wir ABC-Erlebnisse mit den dort beschäftigten Mitarbeitern. Im Mercure in Berlin war es besonders nett: Im Seminarraum angekommen, gab es zu wenig Stühle und zu wenig Platz für unsere Teilnehmer. Unsere Frage nach einem größeren Raum wurde ziemlich barsch mit dem Hinweis abgelehnt: „Alle Räume sind belegt!” Nun hatten wir ja auf dem Wegweiser im Hotel gesehen, dass nicht alle Räume belegt sind und man muss sich ja schon fragen: Warum gibt ein Hotel seinem Seminarkunden nicht den schönsten vorhandenen Raum – es kostet ja nichts extra. Nach langem Hin & Her wurde uns erklärt: Wir könnten uns sehr glücklich schätzen: Es gibt noch einen größeren Raum. („Heute ist Ihr Glückstag …”). Dass der Raum nicht gerichtet war, machte uns nichts aus.

Wir hatten den Raum in null Komma nichts hergerichtet. Der Verantwortliche staunte nicht schlecht, wie man so etwas in so kurzer Zeit machen kann. Wir erklärten ihm, er sei für „Höheres” geboren und soll uns nur weitermachen lassen. Wenn er jetzt noch übrige Gläser wegräumen und Kaffee für unsere Teilnehmer beschaffen würde, dann wären wir sehr glücklich. Als erstes ließ er ein Glas fallen, das in 1000 Scherben zersprang. Die Beseitigung der Scherben brachte uns weiter in Verzug. Dann versäumte er, die Raumbeschilderung zu ändern, der bestellte Kaffee war nicht da und so ging es weiter. Unsere vorab zugeschickten Materialien wurden nur unvollständig gefunden und als wir dann noch eine Schere zum Öffnen der Pakete brauchten, stieß die Organisation offensichtlich an ihre Grenzen. So etwas entgeht natürlich auch nicht unseren Seminarteilnehmern, die mittlerweile sehr gut A von B und C unterscheiden können.

Mercure Hotels haben eine bundesweite Kampagne mit dem Slogan „Das Meeting, das die Erleuchtung bringt!”. Das können wir nur bestätigen.