Posts Tagged ‘Bibel’

Wer Mitarbeiter in A, B und C einteilt, muss krank sein!

Posted on the Dezember 16th, 2010 under ABC-Thematik,Personal by

Der kritische Kommentar eines Lesers: „In der Materialwirtschaft und Lagerhaltung gibt es A-, B- und C-Teile. Diese Systematik nun auf Mitarbeiter zu übertragen ist doch nun reichlich gewagt. Welche Kultur prägt wohl ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter so klassifiziert? Möchte ich in einem solchen Unternehmen arbeiten? Meine Antwort lautet: Nein!”

Ich gebe gerne zu, dass Sie von einem christlichen Unternehmer etwas anderes erwartet haben. Interessanterweise gibt es selbst in der Bibel Rückendeckung für harte Personalentscheidungen. Denken Sie nur an das Beispiel vom Feigenbaum (Lukas 13,6-9). Ein Feigenbaum hatte über mehrere Jahre keine Frucht getragen, daraufhin fordert Jesus, der Eigentümer, von seinem Gärtner, ziemlich unbarmherzig: Hau ihn ab!Der Gärtner bittet um 1 Jahr Karenzfrist und Gnade.

Wir können uns aber gerne auch einmal in die Situation eines Mitarbeiters hineinversetzen, wie der ABC findet. Nehmen wir einmal an, wir haben einen motivierten Mitarbeiter, der sein Unternehmen liebt und jeden Tag alles dafür gibt, dass seine Arbeit erfolgreich ist. In seinem Team allerdings sind nur Minderleister (C-Mitarbeiter), deren Fehler er ständig ausbügeln muss. Beim Kunden muss er Fehler seiner Kollegen entschuldigen. Der gerade so mühsam gewonnene Großauftrag wird im letzten Moment doch nicht gewonnen, weil der Minderleister-Kollege mal wieder den gleichen Fehler zum 100ten Mal gemacht hat.

Möchten Sie in einem solchen Unternehmen arbeiten? Nein, Sie werden die C-Mitarbeiter- Kultur verlassen wollen und sich ein Unternehmen suchen, in dem eine A-Mitarbeiter-Kultur vorhanden ist. Das ist ähnlich wie im Sport, wo Sie lieber in einer Mannschaft mitspielen, die Tore schießt und auf dem Siegerpodest steht.

Übrigens, zu dieser Thematik habe ich im Buch „Die Personalfalle” ein interessantes Beispiel aus der Praxis, wie ein Mittelständler seinen letzten A-Mitarbeiter an die Konkurrenz verliert.

Toyota – Ist der Ruf erst ruiniert …

Posted on the März 2nd, 2010 under Interessantes aus aller Welt by

toyotalogoWie lange es dauert, einen guten Ruf aufzubauen und wie schnell dieser ruiniert ist, kann man in diesen Tagen am Beispiel Toyota sehen. Für viele Jahre war Toyota für uns das Vorbild schlechthin. Wir haben die Toyota-Bücher gelesen, weil dort Management vom Feinsten drin stand. Die Wirtschaftswoche sprach über Toyota sogar als „eine Klasse für sich, Lichtjahre von dem entfernt, was in Deutschland sonst so üblich ist”.Die Rückrufaktionen wegen klemmender Bremspedale sind in aller Munde. Weitere Rückrufaktionen stehen bevor. Offensichtlich sind die Journalisten der Ansicht, dass sich Toyota damit zu viel Zeit gelassen hat.

Selbst die Bibel sagt: „Ein guter Ruf ist mehr wert als ein gutes Parfum.” (Prediger 7,1)Und an anderer Stelle heißt es: „Gib dem guten Ruf den Vorzug vor Reichtum, denn die Anerkennung der Menschen ist besser als Silber oder Gold.” (Sprüche 22,1)

Jetzt ist der Super-Gau eingetreten: Autobesitzer beklagen die gefallenen Preise ihrer Fahrzeuge. Die Händler beklagen den Absatzeinbruch und Investoren den Kurssturz. Der Gesamtschaden lässt sich kaum beziffern. Wie lange es braucht, um den doch sehr ramponierten Ruf wieder herzustellen, bleibt abzuwarten.

A,B oder C – die einflussreichste christliche Gemeinde arbeitet nach diesem Prinzip

Posted on the Februar 2nd, 2010 under Allgemein,Erlebnisse und Impressionen,Interessantes aus aller Welt by

img_2442Am Wochenende hatte ich die Ehre, mit Bill Hybels (Autor des Buches: „Die Kunst des Führens”) zu Abend zu essen. Wer ihn nicht kennt: Er ist Pastor in den USA und hat eine Gemeinde mit sonntäglich 23.000 Gottesdienstbesuchern. Er war in Karlsruhe, um 8.300 christliche Leiter zu schulen.Hybels ist bekannt für den Satz „Ich habe zu viel Zeit meines Lebens mit Mitarbeitern zugebracht, die nur mittelmäßige Leistung brachten.”

Ich habe ihn gefragt: Wie kann ein Pfarrer so etwas sagen? Hat nicht Jesus alle gleichermaßen geliebt. War er nicht mit allen unterwegs die ihm folgten.

Seine kurze und knappe Antwort: Genau das Gegenteil ist der Fall. „Jesus was very selective.” Seine Jünger waren „handverlesen”. Er ging auf sie zu und hat sie einzeln berufen. In der Bibel gibt es genügend Beispiele, wo Menschen in diesen erlesenen Kreis seiner Schüler/Mitarbeiter kommen wollten, er es aber nicht zugelassen hat. Er hat zwar zu allen Menschen gepredigt, aber in den Genuss der Ausbildung kamen nur die 12.

In Bezug auf seine wachsende Arbeit sagte er: Ich predige darüber wenig, aber ich habe dieses Konzept ständig vor meinen Augen. Es hat mir geholfen, eine völlig neue Sichtweise der Dinge zu bekommen.