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Mitarbeiterentwicklung durch gezielte Gespräche

Posted on the April 4th, 2012 under Personal by

Motivierte, geschulte und informierte Mitarbeiter, denen man vertrauen kann, weil sie Aufgaben im Sinne der gemeinsam gesteckten Ziele erledigen, sind Gold wert. Der Stoßseufzer vieler Unternehmer: „Wenn wir doch mehr Mitarbeiter dieser Art hätten!“

Für uns Unternehmer bieten sich hauptsächlich zwei Möglichkeiten an, exzellente Mitarbeiter zu erhalten:

1. Sie werden von außen eingekauft (oft für viel Geld)

2. Bestehende Mitarbeiter mit Potenzial werden zielgerichtet entwickelt

Lösung 2 hört sich einfach an, ist in der Praxis jedoch oft gar nicht so einfach. Deshalb einige Tipps:

Tipp 1   In Mitarbeiterentwicklung zu investieren, ist zeitaufwändig und geht langsamer als wir in der Regel ahnen. 2 bis 4 Jahre sind ein guter Zeitraum, um Ergebnisse zu erhalten. Wichtig ist deshalb von Anfang an, klar vor Augen zu haben, in welche Richtung sich der Mitarbeiter entwickeln soll.

Tipp 2   Eines der häufigsten Missverständnisse auf Seiten des Mitarbeiters ist, dass diese Gespräche für Gehalts- und Nachverhandlungen genutzt werden. Umgekehrt hat der Chef oft das Missverständnis, dass er hier eine Möglichkeit sieht, Kritik zu üben oder zusätzliche Aufgaben zu verteilen.

Tipp 3   Aus meiner Erfahrung heraus können Sie nicht mehr als max. 12 Mitarbeiter persönlich über längere Zeit begleiten. Es macht deshalb durchaus Sinn, das Ganze kaskadenförmig von oben nach unten durchzuführen. Sie reden mit Ihren engsten Mitarbeitern, diese wiederum reden mit deren zugeordneten Mitarbeitern.

Tipp 4   Machen Sie sich in der Vorbereitung Gedanken zu folgenden Fragen:

Weitermachen: In welchen Bereichen hat sich der Mitarbeiter bewährt und soll sie deshalb weiterführen?

Anfangen: Welche Aufgaben sollen jetzt angepackt werden?

Aufhören: Welche Verhaltensweisen/Tätigkeiten sind störend und sollen vom Mitarbeiter in Zukunft unterlassen werden?

Die hier gestellten Fragen (weitermachen, anfangen, aufhören) sollte auch der Mitarbeiter für sich und sein Arbeitsfeld denken. Wichtig ist, dass Mitarbeitergespräche kein Monolog sind. Bringen Sie die Offenheit für ein ehrliches und ergebnisorientiertes Gespräch mit.

Zur Vorbereitung wie auch als Ergebnisprotokoll des Gesprächs eignet sich das „Mitarbeitergesprächsformular“. Dieses können Sie hier kostenlos downloaden). Nach dem Gespräch werden die Notizen kopiert und Führungskraft sowie auch Mitarbeiter erhalten jeweils ein Exemplar. In manchen Unternehmen wird dieses Formular sogar noch von beiden Seiten unterschrieben. Dies muss jedoch nicht unbedingt sein.

Talk mit Bruder Paulus bei N24

Posted on the Februar 18th, 2010 under Erlebnisse und Impressionen by

Am vergangenen Sonntag war ich zu Gast bei Bruder Paulus. In dieser halbstündigen Interviewsendung „Ethik – um Gottes willen” bei N24 geht es um das Thema Werte im persönlichen und unternehmerischen Bereich. Hier können Sie die Sendung anschauen (http://www.bruderpaulus.de/medien/video/inhalt/videos/14-februar-2010-830-uhr-n24-ethik-um-gottes-willen-gast-prof-dr-joerg-knoblauch.html)

Ein aufmerksamer Zuschauer weist zurecht darauf hin, dass die Aussage: „Einen faulen Apfel darf man nicht zu den anderen Äpfeln legen, weil in kürzester Zeit alle Äpfel faul sind.” so nicht stimmt. Der Zuschauer sagt: „Ein fauler Apfel ist nicht von vornherein ganz faul, sondern es fängt immer an einer Stelle an wo er sich gestoßen hat oder von außen sich Insekten Zutritt verschafft haben. Deshalb muss man ja die Äpfel immer und immer wieder anschauen und betrachten, um hier die Probleme im Auge zu haben. Sollten die ersten Anzeichen von Faulheit sich zeigen, dann muss man den Apfel entfernen. Wenn man dies frühzeitig macht, dann kann man den Rest des Apfels noch zu einem guten Apfelmus machen.”

Na ja, die Sache mit dem Apfelmus hat er sicher nicht wörtlich gemeint, aber in gewisser Weise hat er natürlich recht.

Wir haben gerade unsere Mitarbeiterbewertung im Unternehmen wieder abgeschlossen. Wo eine solche Bewertung jährlich durchgeführt wird, kann man einen möglichen Faulungsprozess sehr gut beobachten und rechtzeitig gegensteuern. Also: Planen Sie rechtzeitig Ihre Mitarbeiterbewertung 2010. Die daraus resultierenden Mitarbeitergespräche lohnen den Aufwand um ein Vielfaches.