Seit ich am 25. November den Blog „Bald 8 Mio. Arbeitslose?” eingestellt habe, kocht die Diskussion. Zusätzlich hat mein YouTube-Filmchen „Ruinieren C-Mitarbeiter unser Land?” für 140 Eintragungen bei YouTube gesorgt. So viele Zuschauer haben ihren Kommentar eingetragen.
Total überraschend: Viele sagen, es ist die Schuld von uns Vorgesetzten, dass es so viele C-Mitarbeiter gibt. Ich muss gestehen, das war bisher – zumindest nicht in diesem Umfang – in meinem Blick.
Leser B schreibt: „Hallo und guten Abend, auch ich frage mich: Wer hat die C-Mitarbeiter eingestellt und mit welchem Ziel wurden sie eingestellt? Will ich gefolgsame Arbeiter oder will ich Mitarbeiter, deren Werte und Ziele sich mit den Werten und Zielen des Unternehmens decken oder mindestens vereinbaren lassen? Hab ich einen Menschen eingestellt, der sich früher oder später auf den Karren setzt, habe ich keinen ‚Mit’arbeiter mehr.
1. War er schon so? -> Fehler bei der Auswahl!
2. Wurde er dazu gebracht? -> Fehler im System.”
Solche Briefe sind bei mir in Hülle und Fülle aufgelaufen.
Liegt es vielleicht am „nicht dürfen”?
Motivationsexperte und Management-Guru Reinhard Sprenger ist der Ansicht, dass man Mitarbeiter eigentlich nicht motivieren, sondern nur demotivieren kann. Die Annahme dahinter ist, dass Mitarbeiter grundsätzlich aus sich selbst heraus motiviert sind, diese Motivation jedoch von außen beeinträchtigt werden kann. Zum Beispiel gibt es immer wieder die Situation, dass talentierte Mitarbeiter demotiviert sind, weil ihnen von ihren Vorgesetzten nicht genügend Freiräume zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten eingeräumt werden. Diese Mitarbeiter „können” und „wollen”, aber sie „dürfen” nicht!
Fazit
Menschen lassen sich sicherlich nicht auf Knopfdruck zu höherem Engagement bewegen! Dennoch können Sie einiges tun, um eine Umgebung bzw. Atmosphäre zu schaffen, in der sich Ihre Mitarbeiter gerne für die Firma und ihre Ziele verausgaben. In einer solchen Firma ist viel mehr Lob als Kritik zu hören! Es herrscht ein allgemeines Klima des Vertrauens, in dem auch mal ein Fehler gemacht werden darf.
Na also. Wir Führungskräfte sitzen zwar auf der Anklagebank, aber das muss ja nicht so bleiben.
Kürzlich hatte ich einen spannenden Artikel in der Hand. Bei dem Blick hinter die Kulissen der „kleinsten Armee der Welt“ mit 110 Mann wird man feststellen, dass bei der Schweizergarde ein wertschätzender und freundschaftlicher Umgang stattfindet. Die Truppe arbeitet professionell und kompetent. Die persönlichen Kriterien, um in die Garde eintreten zu können, sind klar definiert. Ebenso die fachlichen Mindestanforderungen. Dies hat den Vorteil, dass die Bewerberauswahl sehr vereinfacht wird. Die Garde macht immer großen Eindruck – natürlich auch bedingt durch die Uniformen. Schaut man einmal genauer hin wird man feststellen, dass der Auftritt bis ins kleinste Detail geprobt wird.
Nachwuchssorgen gibt es nicht: Eine Stelle bei der Schweizergarde hat viele Vorteile: Sie ermöglicht einem das Leben in Rom, somit Auslandserfahrung und das Erlernen einer fremden Sprache. In dieser Gruppe werden Werte gelebt – sie stehen nicht nur auf einem Papier.
„Ist nicht geschimpft Lob genug?!” (Arne Bär)
„Führen ist eine Dienstleistung gegenüber Ihren Mitarbeitern.” (Daniel Zanetti)
Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, Ihr Mitarbeiter sei ein Automat, so nach dem Motto: Oben stecken Sie das Geld rein und unten kommt erstklassige Leistung von einem engagierten Mitarbeiter heraus. So funktioniert das normalerweise nicht! Mit einer Gehaltserhöhung lassen sich Mitarbeiter nämlich höchstens kurzfristig motivieren. Das alles kann man ausführlich bei Frederik Herzberg nachlesen.
Wie echte Motivation an das Unternehmen bindet: Die 33 Rosen
In meinem Unternehmen habe ich ein ganzheitliches Motivationskonzept eingeführt, welches sich in der Praxis seit nunmehr 20 Jahren überaus erfolgreich bewährt. Es heißt „Die 33 Rosen” und besteht aus folgenden 7 Stufen:
1. Mitwissen (z. B. Mitarbeiterbroschüre mit umfassenden Informationen)
2. Mitdenken (z. B. Verbesserungs- und Vorschlagswesen)
3. Mitlernen (z. B. University -> Alle 14 Tage Unterricht für Mitarbeiter durch Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, …)
4. Mitverantworten (z. B. Führen mit Zielvereinbarungen)
5. Mitgenießen (z. B. Kostenlose Getränke und frisches Obst)
6. Mitbesitzen (z. B. Kapitalbeteiligung)
7. Mit Werten unterwegs (Werte wie Eigenverantwortung, gegenseitige Wertschätzung und Ehrlichkeit führen zu einem Betriebsklima, bei dem die Arbeit Freude macht und Sinn bietet.)
Auf unserer Homepage www.tempus.de finden Sie im Download-Bereich eine kostenlose, vollständige Übersicht zum Motivationskonzept „Die 33 Rosen”.
Liegt es vielleicht am „nicht dürfen”?
Motivationsexperte und Management-Guru Reinhard Sprenger ist der Ansicht, dass man Mitarbeiter eigentlich nicht motivieren, sondern nur demotivieren kann. Die Annahme dahinter ist, dass Mitarbeiter grundsätzlich aus sich selbst heraus motiviert sind, diese Motivation jedoch von außen beeinträchtigt werden kann. Zum Beispiel gibt es immer wieder die Situation, dass talentierte Mitarbeiter demotiviert sind, weil ihnen von ihren Vorgesetzten nicht genügend Freiräume zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten eingeräumt werden. Diese Mitarbeiter „können” und „wollen”, aber sie „dürfen” nicht!
Fazit
Menschen lassen sich sicherlich nicht auf Knopfdruck zu höherem Engagement bewegen! Dennoch können Sie einiges tun, um eine Umgebung bzw. Atmosphäre zu schaffen, in der sich Ihre Mitarbeiter gerne für die Firma und ihre Ziele verausgaben. In einer solchen Firma ist viel mehr Lob als Kritik zu hören! Es herrscht ein allgemeines Klima des Vertrauens, in dem auch mal ein Fehler gemacht werden darf.
Ihrer Kreativität sind beim Gestalten eines motivierenden Betriebsklimas keine Grenzen gesetzt!