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Talk mit Bruder Paulus bei N24

Posted on the Februar 18th, 2010 under Erlebnisse und Impressionen by

Am vergangenen Sonntag war ich zu Gast bei Bruder Paulus. In dieser halbstündigen Interviewsendung „Ethik – um Gottes willen” bei N24 geht es um das Thema Werte im persönlichen und unternehmerischen Bereich. Hier können Sie die Sendung anschauen (http://www.bruderpaulus.de/medien/video/inhalt/videos/14-februar-2010-830-uhr-n24-ethik-um-gottes-willen-gast-prof-dr-joerg-knoblauch.html)

Ein aufmerksamer Zuschauer weist zurecht darauf hin, dass die Aussage: „Einen faulen Apfel darf man nicht zu den anderen Äpfeln legen, weil in kürzester Zeit alle Äpfel faul sind.” so nicht stimmt. Der Zuschauer sagt: „Ein fauler Apfel ist nicht von vornherein ganz faul, sondern es fängt immer an einer Stelle an wo er sich gestoßen hat oder von außen sich Insekten Zutritt verschafft haben. Deshalb muss man ja die Äpfel immer und immer wieder anschauen und betrachten, um hier die Probleme im Auge zu haben. Sollten die ersten Anzeichen von Faulheit sich zeigen, dann muss man den Apfel entfernen. Wenn man dies frühzeitig macht, dann kann man den Rest des Apfels noch zu einem guten Apfelmus machen.”

Na ja, die Sache mit dem Apfelmus hat er sicher nicht wörtlich gemeint, aber in gewisser Weise hat er natürlich recht.

Wir haben gerade unsere Mitarbeiterbewertung im Unternehmen wieder abgeschlossen. Wo eine solche Bewertung jährlich durchgeführt wird, kann man einen möglichen Faulungsprozess sehr gut beobachten und rechtzeitig gegensteuern. Also: Planen Sie rechtzeitig Ihre Mitarbeiterbewertung 2010. Die daraus resultierenden Mitarbeitergespräche lohnen den Aufwand um ein Vielfaches.

N24 in Köln: Bruder Paulus

Posted on the November 25th, 2009 under Erlebnisse und Impressionen by

Dieser Tage war ich zu Gast bei Bruder „Paulus“ Terwitte. Bruder Paulus ist ein Kapuzinerpater, der mit einer leibhaftigen Mönchskutte herumläuft und bei N24 die Sendung „Ethik – um Gottes willen“ moderiert. Eine knappe halbe Stunde haben wir darüber gesprochen, wie sich Werte in dieser Gesellschaft verändern. Früher war ein Handschlag alles, was notwendig war, um einen Vertrag zu besiegeln. Heute braucht es dicke Vertragswerke, und trotzdem heißt das noch lange nicht, dass wir Übereinstimmung erzielt haben. Stephen Covey nennt das eine Vertrauensdividende, die man immer dann kassiert, wenn sich Partner „vertrauen“ und sich nicht gegenseitig kontrollieren müssen. Er nennt dies eine „Vertrauenssteuer“, wenn man Werteorientierung nicht lebt und deswegen Kontrollmechanismen einbauen muss.

Vor gut einem Jahr hat die Krise begonnen. Aus einer Immobilienkrise wurde eine Bankenkrise. Daraus wurde eine Finanzkrise und letztlich eine Wirtschaftskrise. Wenn wir die Verschuldung nicht in den Griff bekommen, wird daraus eine Währungskrise (Schon 2x ist in diesem Land die Währung verfallen und wer sagt, dass das nicht ein drittes Mal passiert?) und irgendwann könnte daraus auch eine Staatskrise werden. Einige Länder in Europa sind ja bereits so gut wie bankrott (z. B. Irland, Island, Spanien usw.)

Zuerst verlieren wir unsere Werte, dann verlieren wir unseren Wohlstand, und dieser Prozess ist im Moment in vollem Gang.