Üblicherweise halten Top-Unternehmen nach Top-Führungskräften Ausschau. Offensichtlich gibt es aber auch Ausnahmen. Ein Leser meines Buches „Die Personalfalle“ schrieb mir folgendes: „Ich verstehe mich als A-Mitarbeiter und habe mit Begeisterung Ihr neues Buch ‚Die Personalfalle’ gelesen. Mein Chef hält von der Spreizung in A, B und C sehr wenig und sucht deshalb auch nicht gezielt nach A-Mitarbeitern. Wie kann ich meinen Chef von diesem Konzept und natürlich auch von meiner Qualität überzeugen?“ Diese Frage hat mich beeindruckt – ein Mitarbeiter versucht seinen Vorgesetzten die dramatische Spreizung um A-, B- und C-Mitarbeiter zu erklären.
Ich habe ihm folgendes geantwortet: Reden Sie einfach mal mit Ihrem Chef. Falls Sie dies schon getan haben, versuchen Sie es noch ein zweites Mal. Es gilt der Grundsatz: „Love it, change it or leave it.” Wenn es Ihnen nicht gelingt, die Situation zu akzeptieren (love it) oder die Situation zu verändern (change it), dann ist es so weit: leave it. A-Mitarbeiter zieht es dorthin, wo andere A-Mitarbeiter sind. Diese Mitarbeiter wollen gewinnen, sie wollen bestimmte Werte leben und auch eine bestimmte Führungskultur haben. Es gibt Firmen mit A-Kultur und es werden täglich mehr. Was würden Sie A-Mitarbeiter raten?
In großer Dankbarkeit blicke ich auf das Jahr 2010 zurück.
- Anfang des Jahres haben wir unseren ABC-Personal-Newsletter gestartet – mittlerweile sind es über 3.500 Abonnenten.
- Wir kamen mit der Personal-Toolbox auf den Markt. Hunderte Firmen haben ihren Rekruiting-Prozess revolutioniert.
- Das Buch „Die Personalfalle“ ist im Frühjahr im Campus Verlag erschienen und war mehrere Monate auf der Wirtschaftsbestsellerliste. Ehrungen in Köln als Trainerbuch des Jahres und auf der Frankfurter Buchmesse als eines der Top5-Wirtschaftsbücher schlossen sich an.
Sie wissen so gut wie ich, wenn 2011 für Sie zum Erfolg werden soll, dann hängt dies mit erstklassigen Mitarbeitern zusammen. Bleiben Sie uns gewogen.
- Buch „Die Personalfalle“ auf der Buchmesse in Frankfurt
- 70-seitiger Pressespiegel zum Buch „Die Personalfalle“, digital
- Falls Sie gerne eine gedruckte Version hätten, schreiben Sie mir eine E-Mail an: email hidden; JavaScript is required

Prof. Dr. Lothar Seiwert, Präsident der German Speakers Association gratuliert mir zu meiner Buchehrung.
Die Weihnachtsfeier steht vor der Tür! Sicherlich auch in Ihrem Unternehmen. Eine Geschäftsführerin einer Steuerkanzlei klagte vor einigen Tagen, wie enttäuschend sie die letzte Weihnachtsfeier mit ihren Angestellten erlebt hatte. Der erste Ausfall war ein Mitarbeiter, der sich Karten für das Varieté besorgt hatte. Ein weiterer meldete sich an dem Tag krank. Zwei Kollegen klagten, dass sie ja eigentlich Feierabend hätten.
Das Ende vom Lied: Am Abend der Weihnachtsfeier kam eine einzige Mitarbeiterin – übrigens ihre beste Kraft. Offensichtlich gibt es in dieser Kanzlei nicht nur A-Mitarbeiter.
Einer unserer Leser schreibt: „Dieser Tage hatte ich einen Vortrag. Nach mir sprach eine Führungskraft von Google. Interessant ist, dass Google bei seiner Rekrutierung genau das anwendet, was Sie in der Personalfalle empfehlen. Habe selten so ein ausgeklügeltes Rekrutierungsverfahren gesehen. Der Erfolg gibt Ihnen wohl recht. Mit 240 Mitarbeitern machen wir in Deutschland über 1 Milliarde Euro Umsatz – wer schafft das schon?”In der Tat: Google hat monatlich etwa 100.000 Bewerbungen, dann wird gefiltert -
allerdings nicht streng nach Bestnoten und renommierten Ausbildungsstätten. Während Mittelständler auf das typische „Vorstellungsgespräch” setzen, sagt Google: Vorstellungsgespräche sind wenig geeignet, um wirklich passende Mitarbeiter zu rekrutieren. Typische Google-Fragen sind:
- Haben Sie schon einmal einen regionalen, landesweiten oder weltweiten Rekord aufgestellt?
- Haben Sie schon einmal Geld für Nachhilfe, Kochen oder für das Ausführen eines Hundes verdient?
- Haben Sie eine wohltätige Organisation gegründet?
- Haben Sie schon einmal ein Buch geschrieben?
Google ist bereit, 1 Tonne Sand zu schaufeln, um das Gold Nugget zu finden. Gesucht werden nicht die Menschen mit den besten Noten, sondern Kandidaten mit Leidenschaft und Ambition.
Heute Nacht war es soweit: Ich habe mein Buchmanuskript „Die Personalfalle” abgegeben. Das Buch wird im Frühjahr beim renommierten Campus-Verlag erscheinen. Es ist mein persönlichstes Buch, das ich geschrieben habe. Es ist ein Buch, das nicht nur vordergründige Fragen beantwortet, sondern grundsätzliche Themen aufgreift:
Wieso kommt es, dass 160.000 gut ausgebildete Leute jedes Jahr Deutschland verlassen und dafür einige hunderttausend Menschen einwandern, die zu einem großen Teil Hartz-IV-Empfänger sind?
Wieso kommt es, dass wir trotz hoher Arbeitslosigkeit einen Fachkräftemangel haben?
Wieso kommt es, dass wir trotz hoher Arbeitslosigkeit für gute Mitarbeiter immer mehr Geld ausgeben? Dass diese Talente schon beinahe bezahlt werden wie im Sport?
Die Krise bleibt uns auch noch in Jahr 2010 erhalten. Insofern hoffe ich, einer interessierten Öffentlichkeit etwas zu den Hintergründen sagen zu können.